Kozhukhovo, Region Moskau 2018 Sperrmüllanlage

Referenzproject Kozhukhovo


Fracht 

Die komplette Sperrmüllanlage

Die Aufgabe

Die komplett zerlegte Verbrennungsanlage von Deutschland ins russische Kozhukhovo zu transportieren

Distanz

~2.042 km

Frachtgewicht

~1.680 Tonnen

Anzahl der Fahrzeuge

84 LKWs

Versandort

Deutschland

Lieferort

Kozhukhovo, Region Moskau


WR Logistics transportiert trotz äußerst zeitkritischen Bedingungen aus verschiedenen Ladeorten Deutschlands eine komplette Sperrmüllanlage nach Russland.

 

Der Auftraggeber: 

Beim Auftraggeber handelt es sich um ein deutsches, international agierendes Unternehmen, das sich mit dem Engineering, Vertrieb und Service von Recyclinganlagen für Elektronik- und Elektroschrott sowie Anlagen zum Recycling und zur Entsorgung von Altkühlgeräten befasst. 

Während die Rückgewinnung und Verflüssigung der Kühlmittel und Treibgasen aus Altanlagen in Europa seit Jahren einen fest etablierten Prozess darstellen, wird dieser in zunehmendem Maße nun auch in Russland implementiert. 

Der Empfänger dieser Lieferung ist für die Sammlung, Beseitigung und umweltgerechte Entsorgung von Müllabfällen und Sperrmüll für die Hauptstadt Moskau zuständig.

Aufgabe:

Die Aufgabe von WR Logistics bestand darin, eine komplett zerlegte Verbrennungsanlage von Deutschland ins russische Kozhukhovo (ca. 20 km südlich von Moskau) zu transportieren. 

Dabei sollte WR Logistics die notwendigen Packlisten, Rechnungen und Spezifikationen für den Grenzübergang in Weißrussland und die Verzollung in Russland vorbereiten. 

Es sollten neben den normalen Standarttransporten per LKW auch Transporte mit Übermaßen durchgeführt werden.

Für die Erstellung eines Klassifizierungsbescheides blieb keine Zeit mehr. Die Sperrmüllanlage musste dringend in Betrieb genommen werden. Daher war eine Blockverzollung in Russland unausweichlich. 

 

Herausforderung:

Für WR Logistics bedeutete es, dass alle Komponenten der Anlage gleichzeitig zum Zollterminal geliefert werden mussten.

Die einzelnen Komponenten, die sich zu dieser Zeit in zwei großen Konsolidierungslägern und einigen Lägern der Sublieferanten des Auftraggebers befanden, sollten in einem fest definierten Zeitfenster binnen 2 Wochen vollständig zum Zollterminal transportiert werden.

 

Das Fachpersonal von WR Logistics musste sich vor Ort gleich mehreren unvorhersehbaren Herausforderungen stellen: 

So waren alle Packstücke nur mit unternehmenseigenen Bezeichnungen des Auftraggebers beschriftet, nicht jedoch mit den für die Verzollung erforderlichen Markierungen.  

Für die vom Auftraggeber bestellten LKW lagen keine Ladepläne vor. So konnte erst bei der Ankunft der LKW festgelegt werden, welche Packstücke auf welches Fahrzeug geladen werden sollten. 

Diese wurden dann aus dem Lager geholt und konsolidiert. Dabei kam es vor, dass die Packstücke, die für die Beladung eines LKW vorgesehen waren, nicht vollständig auf ein Fahrzeug passten, so dass sie auf andere LKW umgeladen werden mussten. 

Vor der Beladung hat das Fachpersonal von WR Logistik die Packstücke mit den für die Zollabfertigung erforderlichen Markierungen versehen. Nach der Beladung der jeweiligen Fahrzeuge mit den korrekt markierten Packstücken, wurden diese zwecks späterer Vorlage beim Zoll abfotografiert. 

Nachdem ein LKW beladen worden war, wurden die Fotos und Markierungen anschließend an die Mitarbeiter von WR Logistics übergeben, damit sie Versand- und Transportdokumente fachgerecht und vollständig erstellten. Währenddessen mussten die LKW-Fahrer auf deren Aushändigung warten. 

Unter diesen widrigen Umständen konnten die kostenfreien Ladezeiten nicht eingehalten werden, die im Vorfeld eingeplant waren. Außerdem wurde die ursprünglich geplante Anzahl an benötigten LKW überschritten.


Mehrwertleistungen und Transport:

Nach erfolgter Abfahrt der LKW kam es zu keinen weiteren Verzögerungen: WR Logistics stellte sein eigenes Fachpersonal sowohl an den Ladestellen als auch während des gesamten Lieferzeitraums zur Verfügung, um sämtliche Beladungs- und Transportprozesse zu koordinieren und zu überwachen. 

Das Düsseldorfer Unternehmen übernahm die Erstellung sämtlicher Transport- und Versanddokumente für die Zollabfertigung und machte somit den Transport über die weißrussische Grenze möglich.  

Ferner war WR Logistics für die termingerechte Disposition der erforderlichen Spezial- und Plattensattel-LKW an den verschiedenen Ladestellen des Auftraggebers ( 4 - 7 LKW pro Tag und Lagerstandort) verantwortlich und fungierte als zentrale Kommunikationsschnittstelle für alle Prozessbeteiligten.

Die Sondergenehmigungen für die Übermaßtransporte wurden rechtzeitig bestellt und der Statusreport des Transportes wurde dem Auftraggeber täglich elektronisch übermittelt. 

Die Anlage wurde innerhalb der angegebenen Fristen zunächst an die Zollabfertigungsstelle in Lobnya und anschließend an das Entladeort Kozhukhovo geliefert. Damit hatte WR Logistics alle vertraglich übertragenen Aufgaben vollständig und fristgerecht erfüllt.